Leasingfaktor

leasingfaktor rechner berechnen

Der Leasingfaktor ist vermutlich vielen überhaupt kein Begriff, da er bei gängigen Leasing Angeboten nicht an erster Stelle kommuniziert wird. Viel mehr stehen meistens die Angaben zur Leasingrate oder der Sonderzahlung im Vordergrund. Diese Angaben sind zwar auch wichtig und unter anderem aus diesen ergibt sich der Leasingfaktor. 

Mit dem Leasingfaktor hat der Kunde einen Indikator wie gut ein Angebot tatsächlich ist und kann diese Kennziffer als Referenz zum Vergleich heranziehen. Natürlich gibt es noch viele weitere Details und das Gesamturteil über ein Angebot sollte man nicht allein auf Basis des Faktor fällen, allerdings ist er eine gute Kennzahl, die man berücksichtigen sollte.

 

Was ist der Leasingfaktor?

In Kürze:

  • Vergleichswert für Angebote durch nüchternen Wert und sagt aus…
  • …Wie viel Auto bekomme ich pro Euro, den ich monatlich bezahle?
  • Idealerweise vergleicht man Angebote für das gleiche Auto oder zumindest die selbe Fahrzeugklasse (z.B. BMW 3er und Audi A4).
  • Auch die Leistungen wie KM / Jahr (Laufleistung) und Sonderleistungen wie Versicherung oder Wartung sollten möglichst identisch sein.
  • Der Vergleich zwischen Privat und Gerwerbe -Angeboten ist schwierig, da Gewerbedeals meist attraktiver sind

 

Wenn man mich fragen würde, wie ich den Leasing Faktor in einem einzelnen Satz beschreiben würde, dann würde ich vermutlich folgendes sagen: Der Leasingfaktor sagt aus wie viel Auto man pro Euro, den man monatlich zahlt bekommt. Er steht also in Relation zum tatsächlichen Wert bzw. Listenpreis des Fahrzeuges, das man leasen möchte. 

Insofern ist er auch die Berechnungsgrundlage für die monatliche Rate, die man als Leasingnehmer zu entrichten hat. Sprich er ist eine prozentuale Angabe wie hoch die monatliche Leasingrate bei einem bestimmten Modell und bestimmten Konditionen ist. Dadurch kann man relativ einfach berechnen welchen Einfluss eine weitere Sonderausstattung auf die endgültige Rate hat. Ganz vereinfacht könnte man auch sagen: Je höher der Leasingfaktor, desto höher fällt die Leasingrate in Bezug auf den Listenpreis aus.

Allerdings muss man dazu sagen, dass aus Kundensicht meistens direkt die Rate, Laufzeit und so weiter kommuniziert wird. Der Kunde bekommt diese wichtige Angabe, sofern er den Faktor nicht selbst berechnet, oft erst mit den Vertragsunterlagen zu Gesicht.

 

Das bringt der Leasingfaktor

Aus Kundensicht ist der Leasingfaktor, wie bereits eingangs erwähnt, eine gute Möglichkeit verschiedene Leasingangebote hinsichtlich ihrer Attraktivität zu vergleichen. Ganz pauschal gilt hier, dass ein geringerer Leasingfaktor für ein besseres Angebot spricht. Dadurch eignet sich dieser auch, wenn man bei sehr ähnlichen Fahrzeugtypen verschiedene Marken vergleicht und seinen Favoriten nach Preis und Leistung auswählt.

Man muss aber anmerken, dass der LF eine sehr nüchterne Betrachtungsweise ist. Es findet überhaupt keine Bewertung von etwaigen Zusatzleistungen statt. Es lassen sich auch nur Angebote mit einer äquivalenten Laufzeit und Laufleistung sicher vergleichen. In der Praxis steigt der Faktor mit einer kürzeren Laufzeit und höheren KM Laufleistungen. Das heißt ein Angebot mit 10.000km pro Jahr und 48 Monaten Laufzeit wird einen besseren LF haben, als ein Angebot mit 12 Monaten und 30.000km. Am Ende ist letzteres Angebot aber vielleicht doch die bessere Wahl, da man mehr fahren darf und kürzer gebunden ist. 

Weitere Leistungen wie beispielsweise eine Kfz-Versicherung oder ein Wartungspaket, das bereits in der Rate inkludiert ist, werden ebenfalls außer acht gelassen. Das beutetet, dass man hier einen genauen Blick auf die Angebote werfen muss und ggf. für sich selbst kalkulieren muss, was man durch eine integrierte Versicherung sparen könnte. 

 

Berechnung des Leasingfaktor (Rechner)

Um den Leasingfaktor eines Angebots zu berechnen genügen ein paar wenige Angaben aus dem Angebot und eine simple Formel in die man diese Werte einfach einsetzen kann. Keine Sorge umfangreiche Mathekenntnisse sind nicht notwendig. 

Folgende Angaben benötig man:

  • Leasingrate
  • Fahrzeuglistenpreis
  • Sonderzahlung
  • Laufzeit
0.00

Dein Leasingfaktor

 

 

Formel für Angebote ohne Anzahlung:

leasingfaktor berechnen formel
Leasingfaktor Formel ohne Anzahlung.

 

Formel für Angebote mit Sonderzahlung:

leasingfaktor formel anzahlung
Leasingfaktor berechnen mit Anzahlung

 

Die grundsätzliche Formel für den Leasingfaktor teilt die monatlichen Kosten (inklusive der einmaligen Kosten wie einer Sonderzahlungen) durch den Listenpreis des Fahrzeuges und multipliziert den Wert mit 100. Es geht also darum die effektiven monatlichen Kosten in Relation zum Fahrzeugpreis zu setzen. Die einmaligen Kosten muss man dabei natürlich auf die Laufzeit herunterbrechen. Sprich wenn man ein Fahrzeug über 24 Monate least und 2400 angezahlt hat, ist die Belastung pro Monat bei 100 Euro. Diese 100 Euro würde man dann zur monatlichen Leasingrate dazu addieren. 

Wichtig ist außerdem, dass man bei der Berechnung auf die Umsatzsteuer achtet. Viele Gewerbetreibende leasen ihr Auto mit Blick auf die Kosten ohne MwSt. (netto). Man darf in dem Fall nicht den Fehler machen die monatlichen Kosten durch den Bruttolistenpreis zu teilen, sondern sollte entsprechend auch den Nettolistenpreis heranziehen. Es gilt immer mit den gleichen Werten zu rechnen und zu Berücksichtigen was Netto und Brutto angegeben ist. 

 

NEU: Video zum Leasingfaktor mit allen Erklärungen

 

Bewertung des Leasingfaktor – ist er gut oder schlecht?

Es handelt sich beim Leasingfaktor um eine sehr nüchterne Betrachtung eines Angebots. Dieser Faktor erlaubt eben keine 100% pauschale Aussage darüber wie gut ein Angebot tatsächlich ist. Er eignet sich vor allem zum Vergleich von Leasing Angeboten, die sehr ähnlich sind im Hinblick auf die Leistungen. Sprich wenn die Laufleistung dieselbe ist und wenn die Inklusivleistungen wie z.B. ein Wartungspaket äquivalent sind. Idealerweise vergleicht man auch ähnliche Fahrzeugtypen und Hersteller miteinander. 

Es zeigt sich einfach, dass manche Hersteller grundsätzlich teurer sind und andere wiederum durchweg bessere Angebote machen. Auch die Bauform des Fahrzeuges spielt eine Rolle. So sind besondere Fahrzeugtypen wie beispielsweise die beliebten SUVs tendenziell teurer als Limousinen. 

Dennoch haben wir eine Einordnung vorgenommen, um einen groben Rahmen zu geben, ob ein Leasing Angebot gut oder eher weniger gut ist. Diese Annahmen treffen auf herkömmliche Angebote ohne Versicherung und hohe KM-Leistungen zu. 

Solides Angebot: größer 1,0

Gutes Angebot: zwischen 0,75 bis 1,0

Sehr gutes Angebot: zwischen 0,5 bis 0,75

Absolutes Top Angebot: unter 0,5 

Je niedriger der Leasingfaktor ist, desto attraktiver ist das Leasing Angebot!

 

Gesamtkostenfaktor – Überführungskosten usw.

Wie oft hört man, dass es beim Leasing viele versteckte Kosten gibt. Dieser Kritik muss man an einer Stelle zumindest in Teilen recht geben. Immer wieder gibt es Angebote, die auf den ersten Blick einen richtig guten Eindruck hinterlassen. Eine kurze Laufzeit für besonders günstige Raten und das Ganze ohne Anzahlung klingt super, doch dann ließt man etwas über die Überführungskosten. Manchmal auch ausgeschrieben als Auslieferungskosten oder Transportpauschale. 

Oft bewegt sich diese zwischen einmaligen 400 und 800 Euro. Aber auch hier gibt es Ausnahmen, die gerne mal deutlich über 1000 Euro für die Auslieferung nehmen. Zugegebenermaßen sind diese Kosten auch oft in Relation zum Auto gesetzt. Also ein VW Polo wird deutlich günstiger sein als ein BMW 7er. 

Wenn man sich bei einem günstigen Angebot den Leasingfaktor ausrechnet kommt man vielleicht auf einen sehr guten Wert. Allerdings kommt jetzt noch der Gesamtkostenfaktor, der das Gesamtbild etwas trüben könnte. 

Beim Gesamtkostenfaktor werden zusätzliche Kosten wie die Überführung oder sonstige Kosten berücksichtigt. Diese müssen natürlich nicht zwangsläufig negativ sein, denn ein Wartungspaket im Leasingvertrag kann an einer anderen Stelle wieder Geld sparen. 

Um den Gesamtkostenfaktor zu berechnen erweitern wir die Formel, die wir verwendet haben für den Leasingfaktor mit Sonderzahlung. Sie sieht dann folgendermaßen aus:

Gesamtkostenfaktor berechnen formel
Gesamtkostenfaktor berechnen mit dieser Formel.

 

Wie man sieht muss man für den Gesamtkostenfaktor auch die einmaligen Kosten wie Überführungskosten durch die Laufzeit in Monaten teilen und dazu addieren. Anschließend teilt man wieder alles durch den Listenpreis. 

 

Rechner oder Formel verwenden und neues Auto finden

In unseren Angeboten ist sowohl der Leasingfaktor als auch der Gesamtkostenfaktor aufgelistet. Damit versuchen wir alle Kosten so transparent wie möglich zu machen und dem Anspruch des bestmöglichen Vergleichs gerecht zu werden. Durchsuche jetzt unsere Angebote und finde den neuen Traumwagen. Den Rechner oder die Formel kann man für jedes andere Angebot einfach verwenden. Beispielsweise wenn ein Angebot vom Autohaus vorliegt.

Wenn du berechnen möchtest welche Besteuerung sich für deinen Firmenwagen am besten ist, empfehlen wir unseren Firmenwagenrechner.

Leasingfaktor
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