VW WeShare: So gut ist das CarSharing

CarSharing ist immer mehr auf dem Vormarsch im urbanen Umfeld. Insbesondere das flexible Free-Floating CarSharing, dass das Mieten und abstellen überall in einem Geschäftsgebiet erlaubt, erfreut sich großer Beliebtheit. Nach anderen Autoherstellern ist jetzt auch VW in dieses neue Geschäftsgebiet eingestiegen mit seinem Dienst WeShare.

Seit Sommer 2019 können Nutzer 1500 elektrische Golfs in Berlin nutzen. Weitere Städte sind außerdem bereits geplant. So soll der Dienst noch in diesem Jahr nach Hamburg kommen. Gespannt warten viele auch auf die Einführung der ersten Fahrzeuge der ID Serie. Wahrscheinlich wird die Flotte 2020 um die ID3 Modelle erweitert.

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Erfahrungen mit WeShare

In Berlin haben wir den Dienst in der Praxis getestet. Dazu haben wir uns einen eGolf gemietet und haben diesen mit der zugehörigen App gemietet. Unseren Test könnt ihr euch in diesem Video ansehen:

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WeShare Preise & Konditionen

Die Minutenpreisen von WeShare waren anfangs mit lediglich 9 Cent pro Minute eine echte Kampfansage. Mittlerweile verlangt der Dienst 19 Cent pro Minute, was immer noch deutlich unter den Preisen einiger Wettbewerber ist. Hinzu kommt ähnlich wie bei anderen Diensten eine Pauschale von 1 Euro für jede Anmietung, die für die Versicherung verwendet wird.

Aktuell ist ähnlich wie bei Sixt ein Kostendeckel in die Abrechnung integriert, so dass der eGolf maximal 39€ pro Tag kostet. Dabei darf man einen Golf bis zu 3 Tage mieten bis die Miete beendet werden muss.

Ein weiterer Pluspunkt ist die kostenlose Registrierung, die derzeit möglich ist. Viele Anbieter verlangen für die Verifizierung von Ausweis und Führerschein eine Pauschale. Diese ist bei WeShare aktuell nicht fällig. Gleiches gilt für das Anmieten und Abstellen am Flughafen, das aktuell auch kostenfrei ist.

Weiterhin gibt es noch eine längere Liste mit Strafgebühren für diverse Verstöße wie Parken im Parkverbot oder abstellen außerhalb des Geschäftsgebiets und vieles mehr.

Ansonsten gilt das Mindestalter von 21 Jahren und der Besitz einer Fahrerlaubnis über mindestens 1 Jahr als grundsätzliche Bedingung, um den Dienst nutzen zu dürfen.

WeShare App

Die App von WeShare ist sehr ähnlich zu anderen CarSharing Apps aufgebaut. So sieht man auf dem Hauptbildschirm eine Karte der jeweiligen Stadt sowie die Grenzen des Geschäftsgebiets, in dem man den Dienst nutzen kann. Außerdem kann man das nächstgelegene Auto schnell ausfindig machen.

 

 

Wenn man sich für ein Auto entschieden hat, kann man es wie bei anderen Anbietern erstmal kostenlos reservieren. Mit 15 Minuten hat man genug Zeit, um zum Auto zu laufen. Wenn man am Auto angekommen ist, kann man den eGolf einfach über die App öffnen sowie etwaige Schäden melden.

Die Fahrzeuge verwenden keinen physischen Schlüssel mehr. Man kann das Auto einfach über den Start- / Stoppknopf starten.

Neben der Buchung der Fahrzeuge kann auch bisherige Fahrten, vorhandenes Guthaben sowie Freunde über die App einladen.

Ein wünschenswertes Feature wäre noch, dass man die Ladesäulen auch in der App sehen kann. WeShare kooperiert mit Be emobil, die Ladesäulen in Berlin betreiben. Leider kann man die Standorte nur über die umständliche Website herausfinden.

WeShare Autos

Aktuell gibt es bei WeShare nur den eGolf, der im wesentlichen dem klassischen Golf VII in nichts nach steht. Einziger Unterschied ist, dass er absolut leise, lokal emissionsfrei und mit Rekuperation ausgestattet ist.

Die Golfs leisten umgerechnet 136 PS und können mit der 35,8 KWh Batterie kann man bis zum 230km fahren. In der Praxis und im Stadtverkehr dürfte die reale Reichweite vermutlich bei 150km liegen. Des weiteren beschleunigt der elektrifizierte VW in 9,6s auf 100km/h und die Höchstgeschwindigkeit erreicht er bei 150km/h.

Das sind sicherlich alles keine atemberaubenden Werte, aber für den Stadtverkehr ist das vollkommen ausreichend.

Besonders interessant ist die Rekuperation, die man ein- und ausschalten kann. Wenn man das Fahrzeug startet und das Automatikgetriebe auf D stellt, ist man erstmal im normalen Modus. In diesem verhält sich der Golf sehr ähnlich zu einem Verbrenner. Wenn man den Fuß vom Gas nimmt, rollt das Auto mit wenig Widerstand weiter.

Stellt man das Getriebe auf B aktiviert der eGolf die Rekuperation und nutzt die Bremsenergierückgewinnung, um die Batterie wieder aufzuladen. Hier muss man sich etwas umgewöhnen, wenn man bisher nur Verbrenner gefahren ist, da das Auto schon sehr stark bremst, wenn man den Fuß vom Gas nimmt.

In der Ausstattung des eGolfs sind zudem ein paar nützliche Helferlein integriert. So gibt es einen Parkassistenten, der das Parken übernehmen kann. Wenn man manuell einparken möchte, kann man die eingebaute Rückfahrkamera nutzen.

Außerdem ist das neueste Infotainmentsystem mit Touchscreen verbaut, das auch eine Kopplung mit dem eigenen Smartphone erlaubt. Wenn man ein eigenes Kabel mitbringt kann man auch Zugriff auf CarPlay oder Android Auto erhalten und seine personalisierten Apps im Auto nutzen.

Für ein CarSharing Auto sind die Golfs top ausgestattet und stehen den anderen Anbietern in nichts nach.

So funktioniert das Laden

Das Laden ist derzeit nur an den Ladesäulen von be mobil in Berlin möglich. Die Ladesäulen sind leider nicht in der App markiert und nur über eine extra App oder über die Website des Anbieters einsehbar. Das ist unterwegs nicht super komfortabel. Im Navi des eGolfs werden zwar Ladensäule aufgelistet, allerdings kann man diese nicht nach Kompatibilität zu WeShare filtern.

Wenn man eine Ladesäule gefunden hat, die nicht besetzt oder zugeparkt ist, kann man den eGolf vor dieser Parken, um folgendermaßen zu laden:

  1. Als erster holt man die Ladekarte aus dem Handschuhfach
  2. Nimmt man das Kabel aus dem Kofferraum
  3. Halte die Ladekarte an den vorgesehenen Kontaktpunkt an der Säule zur Authentifizierung
  4. Wenn die Säule geöffnet ist, steckt man zuerst das Kabel in die Säule und anschließend in den Golf
  5. Das Ladekabel wird dann fest verschlossen und eine grüne LED im Tankdeckel zeigt, dass das Fahrzeug geladen wird
  6. Zuletzt steckt man die Karte zurück ins Handschuhfach und legt noch eine Parkscheibe ins Auto, wenn der Ladeplatz das erfordert

Wie das Laden funktioniert, zeigen wir auch in unserem Testvideo, das ihr oben anschauen könnt.

Aktuelle Städte

Aktuell ist der CarSharing Dienst nur in Berlin mit 1500 Fahrzeugen verfügbar. Das aktuelle Geschäftsgebiete seht ihr hier:

vw weshare geschäftsgebiet berlin
So groß ist das Geschäftsgebiet von WeShare in Berlin.

WeShare hat bereits angekündigt, dass man in diesem Jahr noch in Hamburg starten möchte.

Gutscheine & Freiminuten

Wie alle großen CarSharing Anbieter bietet auch WeShare ab und an Aktionen an, die kostenlose Freiminuten oder Guthaben beinhalten. Aktuell erhaltet ihr für eine Registrierung in der App 10€ kostenloses Guthaben.

Wenn ihr über diesen Link geht, bekommen wir ebenfalls ein paar Bonusminuten.

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  • Regina
    19. März 2020 am 12:37

    Kunden zu gewinnen ehr das Gegenteil .

    Accounts werden ohne Erklärung gesperrt, Möglichkeiten ihn wieder zu aktivieren sucht man vergeblich.
    Keine Hilfe beim Kundenservice.
    Lösungen werden nicht angeboten.
    niemand fühlt sich zuständig.
    wissen der Mittarbeiter gleich null.
    Kunden haben einfach Pech

    Meine aktuellen Erlebnisse stand 19.3.20

    meine Freundin, meine Mutter und viele andere Freunde auch erhielten eine email von WeShare
    Mit folgendem Inhalt:

    Schalte deinen Account wieder frei.
    Hey Xxxxx,
    aktuell ist dein WeShare Konto gesperrt.

    Bevor du das nächste Mal mit uns durchstarten willst, kontaktiere doch bitte den Kundenservice unter +49 30 24020210 oder per Mail.
    Elektrische Grüße,
    dein Team von WeShare

    Nach Anruf Heute morgen teilte der Mitarbeiter den Grund der Sperre mit Wortlaut:
    du hast mehr als ein Gutschein eingelöst, dies ist laut unseren AGBs nicht erlaubt.

    Bei einem anderen Freund wiederum hat der Mitarbeiter am Telefon nix erwähnt das es gegen die AGB verstößt sondern das angeblich versucht wurde ein Gutschein zweimal ein zu lösen, was überhaupt nicht möglich ist. Und selbst wenn dies keine Sperre rechtfertigt.
    Keine weitere Erklärung oder Begründung.

    Sowie meiner Freundin, meiner Mutter als auch meinem Freund wurde nur gesagt das sie die Sperre nicht aufheben können Sie aber eine email an den Kundenservice schreiben können. (Der Wochen lang nicht reagiert)

    ????? Was soll das WeShare ????
    Wir haben noch Guthaben welches bald abläuft. ?

    Bei meiner Mutter wurde sogar das Guthaben welches vor der Systemumstellung am 02.02.20 bei WeShare vorhanden war Manuell vom Customersupport das Ablauf Datum des Guthabens (über 200€) auf den 31.01.2021 geändert.
    Dem zu folge hat WeShare durchaus bereits im Februar Von dem Guthaben gewusst und erkennen können das mehrere Gutscheine eingelöst wurden. im alg ist WeShare dies auch bekannt gewesen durch verschiedene Anrufe in den letzten Monaten beim Kundenservice.

    das passt also irgendwie alles nicht zusammen.

    wir hatten von der Familie die Gutscheine bekommen. Weder beim eingeben des 2. Gutscheines noch sonst wo. Auch nicht wie der Mittarbeiter behauptet in den AGBs gibt es ein Hinweis oder ist etwas zu finden über die Einlösung von Gutscheinen. Auch nicht in den Teilnahmebedingungen für Guthaben.
    Dazu frag ich mich warum es denn überhaupt möglich ist ein 2. Gutschein ein zu lösen, dieser als Guthaben ersichtlich ist und auch die Gültigkeit ersichtlich ist)

    Wir haben noch Guthaben welches wir nun nicht nutzen können.

    Meine Mum hat auch noch Guthaben welches über 200€ ist und nach 30 Tagen abläuft.

    Will WeShare es einfach nur nicht das Gutscheinen genutzt werden ?
    Warum gibt es sie dann?

    Auch die email an den Kundenservice hilft nix den Account wieder zu aktivieren.

    Dieses Vorgehen von WeShare und auch die unterschiedlichen Begründungen seitens der Mitarbeitern ist absolut inakzeptabel.

    Es wird einen etwas vorgeworfen was man nicht verschuldet hat. Oder nicht wissen kann. keine nachvollziehbare Erklärung dafür gegeben, ganz zu schweigen eine Lösung angeboten.
    Einfach gesperrt und keine Möglichkeit etwas dagegen zu unternehmen.

    Der Kundenservice erzählt jedem etwas anderes, dazu noch falsche Informationen. und nun hat Mann einfach Pech gehabt ?

    Das passt alles irgendwie nicht zusammen
    Warum WeShare macht ihr sowas ?
    Wollt ihr krampfhaft Kunden loswerden ?

  • Bernard
    27. Juli 2020 am 17:56

    KONZEPT mit VIELEN MÄNGELN

    We-share scheint ein Testobjekt der VW Ag zu sein ohne Sinn und Verstand. Man hat nicht nur den Namen geklaut von einer schon seit Jahren bestehenden Share Modell Vergleichsseite sondern raubt auch seit Wochen ca 45% der Nutzer die Nerven.

    Es ist we-Share seit Wochen bekannt dass iOS Nitzer Probleme haben und die Autos weder öffnen noch starten können.

    Scheinbar legt VW aber weder Wert auf Kundenzufriedenheit noch auf entsprechende Entwicklung.

    PEINLICH PEINLICH PEINLICH

    Daumen runter und ein Tritt in den allerwertesten für die Verantwortlichen.

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